Domain
Die Adresse Ihrer WebsiteDer Name, den jemand eintippt, um bei Ihnen zu landen — gemietet, nicht gekauft.
- Namen aussuchen und Verfügbarkeit prüfen
- Bei einer Registrierungsstelle anmelden
- Auf den eigenen Server zeigen lassen
- Jährlich verlängern, Inhaber bleiben
Was bedeutet Domain?
Eine Domain ist die Adresse, unter der Ihre Website erreichbar ist: der Teil, den man am Telefon durchgibt und auf den Transporter schreibt. Technisch übersetzt sie einen Namen in die Nummer eines Servers, damit niemand sich Zahlenfolgen merken muss. Für Sie als Betrieb ist sie vor allem eins: der einzige Teil Ihres Auftritts, den Kunden auswendig können sollen.
Der Aufbau ist von hinten zu lesen. Ganz rechts steht die Endung, im Fachjargon Top Level Domain — .de, .com, .eu oder eine der neueren wie .shop. Davor steht der Name, den Sie sich aussuchen. Was davor steht, etwa das gewohnte www oder shop, ist eine Unterteilung, die Sie selbst festlegen können und die nichts kostet.
Der Punkt, den die meisten falsch verstehen: Eine Domain wird nicht gekauft, sondern gemietet. Sie melden sie über einen Anbieter bei der zuständigen Registrierungsstelle an und zahlen eine jährliche Gebühr, meist im einstelligen Eurobereich. Wird sie nicht verlängert, wird sie nach einer Frist wieder frei — und kann von jedem anderen genommen werden. Genau so verlieren Betriebe Adressen, die seit zehn Jahren auf ihren Fahrzeugen stehen.
Noch wichtiger als die Verlängerung ist die Frage, wer im Register als Inhaber steht. Steht dort Ihre Agentur statt Ihres Unternehmens, gehört die Adresse nicht Ihnen — und ein Anbieterwechsel wird zur Verhandlung statt zu einem Vorgang. Das ist kein seltener Ausnahmefall, sondern eine der häufigsten unangenehmen Überraschungen beim Wechsel. Die Hintergründe stehen in Wem gehört meine Website und in Vendor Lock-in.
Bei der Wahl des Namens gibt es zwei Denkschulen — Details dazu im Ratgeber zur Domainwahl. Die eine nimmt den Firmennamen, die andere baut die Leistung ein, etwa fenster-muenchen. Beides funktioniert, und die Zeiten, in denen ein Suchbegriff in der Adresse allein Positionen brachte, sind vorbei. Praktisch entscheidend sind schlichtere Dinge: kurz genug zum Merken, am Telefon buchstabierbar, keine Verwechslungsgefahr mit einem bestehenden Namen und keine fremde Marke darin.
Bei der Endung gilt für deutsche Betriebe mit deutschen Kunden meist: .de. Sie ist im Markt verankert, und Besucher tippen sie automatisch, wenn sie unsicher sind. Eine .com lohnt sich, wenn tatsächlich international gearbeitet wird. Von einer ganzen Sammlung zusätzlicher Endungen, die alle auf dieselbe Seite zeigen, haben wir noch keinen Betrieb profitieren sehen — sie kosten jährlich und bringen keinen zusätzlichen Besucher.
Die Domain überlebt normalerweise jeden Umbau. Wenn Sie die Website neu bauen lassen, bleibt die Adresse und nur der Inhalt dahinter wechselt — vorausgesetzt, die alten Unteradressen werden auf die neuen weitergeleitet. Passiert das nicht, bricht die über Jahre aufgebaute Sichtbarkeit ein, und alte Verweise fremder Seiten laufen ins Leere. Wie das geordnet abläuft, steht im Ratgeber zum Relaunch.
Für Sie heißt das: Prüfen Sie einmal, auf wen Ihre Domain eingetragen ist und wann sie verlängert wird. Legen Sie die Zugangsdaten dorthin, wo Sie sie auch in fünf Jahren noch finden, und hinterlegen Sie eine Rechnungsadresse, die dann noch gültig ist. Das ist eine halbe Stunde Arbeit. Sie erspart Ihnen den unangenehmsten Fall in diesem Bereich: die eigene Adresse von jemandem zurückkaufen zu müssen, der sie nach Ablauf genommen hat.
Zum Nachrechnen
Rund 17 Millionen Domains enden auf .de — der Bestand liegt seit Jahren stabil in dieser Größenordnung.
Diese Zahl erklärt, warum kurze und naheliegende Namen längst vergeben sind. Für einen Betrieb folgt daraus nichts Dramatisches: Eine Adresse aus Firmenname und Ort ist fast immer noch zu haben und funktioniert genauso. Was sich daraus nicht ableiten lässt, ist ein Vorteil bei der Auffindbarkeit — ein Suchbegriff in der Adresse verschafft heute keine Position mehr.
Quelle: DENIC eG, die Registrierungsstelle für .de-Domains, laufend veröffentlichte Bestandszahlen. Öffentlich einsehbar und jederzeit nachprüfbar.
Häufige Fragen dazu
Gehört mir meine Domain wirklich?
Nur, wenn Ihr Unternehmen im Register als Inhaber eingetragen ist. Steht dort eine Agentur oder ein Dienstleister, haben Sie ein Nutzungsrecht, aber keine Verfügungsgewalt. Das lässt sich in wenigen Minuten prüfen und im Zweifel umtragen.
Was passiert mit meiner Domain, wenn ich die Website neu bauen lasse?
Sie bleibt in aller Regel bestehen, nur der Inhalt dahinter wechselt. Entscheidend ist, dass jede alte Unteradresse auf ihre neue Entsprechung weitergeleitet wird — sonst gehen Sichtbarkeit und alte Verweise verloren.
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Wir erklären jeden Begriff in Ruhe und ohne Fachchinesisch — und sagen ehrlich, was für Sie sinnvoll ist und was nicht.