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Grundlagen

Welche Domain soll ich nehmen?

Kurz, sprechbar, .de — das deckt neun von zehn Fällen ab. Interessant wird es bei den Ausnahmen: Ortsnamen in der Adresse, Umlaute, Bindestriche und die Frage, was passiert, wenn Ihr Wunschname schon vergeben ist. Diese Seite beantwortet beides und nennt die zwei Punkte, an denen es rechtlich teuer werden kann.

Zuletzt geprüft am 12. August 2026 · Conexa Digital

Die vier Regeln, die fast immer gelten

Wenn Sie nichts weiter lesen: Das hier reicht für die meisten Betriebe.

  • Kurz. Jedes Zeichen muss am Telefon buchstabiert werden können, ohne dass der andere nachfragt.
  • Sprechbar. Sagen Sie die Adresse laut und lassen Sie sie jemanden aufschreiben. Kommt etwas anderes heraus, ist sie zu kompliziert.
  • Für Deutschland .de. Es ist die Endung, die Menschen hier automatisch anhängen — auch wenn Sie ihnen .com nennen.
  • Ohne Bindestriche, wenn es geht. Sie gehen beim mündlichen Weitergeben verloren, und niemand tippt sie freiwillig.

Die Fragen, die tatsächlich schwierig sind

Firmenname oder Suchbegriff?

»mueller-elektro.de« oder »elektriker-worms.de«? Der Firmenname ist die bessere Wahl, wenn Sie langfristig eine Marke aufbauen wollen — er bleibt gültig, auch wenn sich das Angebot ändert. Eine Suchbegriffs-Domain bringt heute kaum noch Vorteile bei der Platzierung; sie wirkt eher austauschbar. Wer beides will: Firmenname als Hauptadresse, die andere als Zweitadresse, die dorthin weiterleitet.

Ort im Namen?

Nur wenn Sie sicher sind, dass Sie dort bleiben und nicht darüber hinauswachsen. »elektro-mueller-worms.de« ist unpraktisch, sobald Sie in Mainz eine zweite Filiale eröffnen. Die lokale Auffindbarkeit entsteht ohnehin über das Unternehmensprofil und den Seiteninhalt, nicht über die Adresse.

Umlaute — ja oder nein?

Technisch möglich, praktisch heikel. »müller-bau.de« funktioniert im Browser, macht aber bei E-Mail-Adressen und älteren Systemen regelmäßig Probleme. Der übliche Weg: die Umlaut-Variante zusätzlich registrieren und auf die Schreibweise mit »ue« weiterleiten, die dann die Hauptadresse ist.

Was, wenn der Name vergeben ist?

Prüfen Sie zuerst, ob dort tatsächlich etwas läuft. Viele registrierte Adressen sind ungenutzt und werden auf Anfrage verkauft — Preise reichen von zweistellig bis absurd. Bevor Sie zahlen: Eine leicht abgewandelte Adresse kostet nichts und funktioniert genauso gut, solange sie den ersten vier Regeln folgt.

Die zwei Punkte, an denen es teuer wird

Beides passiert regelmäßig und ist vor der Registrierung in zehn Minuten zu prüfen — danach kostet es Anwalt.

  • Fremde Marken in der Adresse. Eine Domain, die eine eingetragene Marke enthält, kann abgemahnt werden — auch wenn Sie in einer ganz anderen Branche sind. Prüfen Sie vorher im Register des DPMA, ob der gewünschte Begriff geschützt ist.
  • Namen anderer Betriebe oder Personen. Auch ohne eingetragene Marke gibt es Namensrechte. Wenn ein Unternehmen mit ähnlichem Namen schon länger im Markt ist, kann es Ansprüche haben — unabhängig davon, wer die Domain zuerst registriert hat.
  • Und ein dritter, der nichts kostet, aber alles: Registrieren Sie auf Ihren eigenen Namen, nicht auf den Ihrer Agentur. Alles andere lässt sich reparieren, das hier nur mit dem guten Willen des anderen.

Häufige Fragen

Sollte ich mehrere Endungen registrieren?

Für die meisten Betriebe reicht .de. Sinnvoll ist eine zweite Endung, wenn Sie tatsächlich international arbeiten oder wenn eine sehr ähnliche Adresse frei ist, die jemand missbräuchlich nutzen könnte. Alles darüber hinaus ist meist Geldausgeben gegen ein Gefühl, nicht gegen ein Risiko.

Was kostet eine Domain im Jahr?

Bei .de üblicherweise etwa 10 bis 20 € im Jahr. Wenn ein Angebot deutlich mehr verlangt, prüfen Sie, was darin enthalten ist — manchmal steckt Hosting oder E-Mail mit drin, manchmal auch nur ein Aufschlag.

Kann ich die Domain später ändern?

Ja, aber es ist Arbeit. Alle alten Adressen müssen dauerhaft auf die neuen weiterleiten, sonst verlieren Sie erarbeitete Platzierungen und alle Verweise, die von außen auf Sie zeigen. Dazu kommen Visitenkarten, Fahrzeugbeschriftung, E-Mail-Adressen. Es lohnt sich, die Entscheidung einmal richtig zu treffen.

Brauche ich eine eigene E-Mail-Adresse mit meiner Domain?

Aus unserer Sicht ja, und es ist der günstigste Vertrauensgewinn, den es gibt. Eine Adresse bei einem Freemail-Anbieter auf der Visitenkarte eines Unternehmens wirkt improvisiert — und Sie geben die Kontrolle über Ihre Geschäftskorrespondenz an einen Anbieter ab, bei dem Sie kein Kunde sind.

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