Core Web Vitals
Googles drei Messwerte für das NutzungsgefühlDrei Messwerte, mit denen Google beschreibt, wie schnell und wie ruhig sich Ihre Website für echte Besucher anfühlt.
- Besucher ruft die Seite auf
- Ladezeit, Reaktion und Ruhe werden gemessen
- Werte über 28 Tage gesammelt
- Ergebnis fließt in die Bewertung ein
Was bedeutet Core Web Vitals?
Core Web Vitals sind drei Zahlen, mit denen Google versucht, ein Gefühl messbar zu machen: Wie erträglich ist es, diese Seite zu benutzen. Der Name klingt technisch, die drei Fragen dahinter sind es nicht. Wann ist etwas Brauchbares zu sehen? Wie schnell reagiert die Seite auf einen Klick? Und hüpft beim Laden etwas weg, während man gerade darauf zielt?
Der erste Wert heißt Largest Contentful Paint, abgekürzt LCP — dieselbe Größe, die auch hinter der Ladezeit steht. Er misst, nach wie vielen Sekunden das größte sichtbare Element geladen ist — meist das Hauptbild oder die Überschrift. Als gut gilt ein Wert bis 2,5 Sekunden. Der häufigste Grund für ein schlechtes Ergebnis ist ein zu großes, unkomprimiertes Foto ganz oben auf der Seite.
Der zweite Wert heißt Interaction to Next Paint, abgekürzt INP. Er misst, wie lange es dauert, bis die Seite auf eine Eingabe sichtbar antwortet — auf einen Klick, ein Antippen, einen Tastendruck. Als gut gelten 200 Millisekunden oder weniger. Dieser Wert hat im März 2024 einen älteren namens FID abgelöst, weil der nur die allererste Eingabe betrachtete und damit zu freundlich war.
Der dritte Wert heißt Cumulative Layout Shift, abgekürzt CLS, und beschreibt das Verrutschen. Wer schon einmal auf einen Knopf gezielt hat und im letzten Moment auf eine nachgeladene Anzeige geklickt hat, kennt das Problem. Als gut gilt ein Wert bis 0,1. Die üblichen Verursacher sind Bilder ohne feste Größenangabe, nachgeladene Schriften und eingebettete Elemente, die sich erst beim Laden Platz nehmen.
Entscheidend ist, woher die Zahlen kommen, und hier liegt ein Missverständnis, das viel Geld kostet. Die Werte, die Google für die Bewertung heranzieht, stammen von echten Besuchern mit echten Geräten und echten Verbindungen, gesammelt über 28 Tage und ausgewertet am 75. Perzentil — es müssen also drei von vier Aufrufen gut sein, nicht der Durchschnitt. Ein einzelner Test auf einem schnellen Bürorechner sagt darüber wenig aus.
Deshalb schwanken die Ergebnisse aus Testwerkzeugen erheblich. Wir messen jede Adresse mehrfach und nennen die Spanne mit, statt eine einzelne schöne Zahl herauszugreifen — die Note eines solchen Werkzeugs kann zwischen zwei Läufen um mehrere Punkte auseinanderliegen, ohne dass sich an der Seite irgendetwas geändert hat. Wer Ihnen eine Tempo-Zahl ohne Spanne und ohne Datum nennt, hat entweder einmal gemessen oder den günstigsten Lauf ausgesucht — wie man es richtig macht, steht im Ratgeber zum Messen.
Wie stark diese Werte auf die Platzierung durchschlagen, gehört zu den Dingen, die ehrlich beantwortet werden müssen: Sie sind ein Faktor unter vielen, und Google beschreibt sie selbst als Unterscheidungsmerkmal zwischen ansonsten ähnlich guten Seiten. Ein langsamer Auftritt mit passendem Inhalt schlägt weiterhin einen schnellen ohne. Der handfeste Gewinn liegt woanders: Wer auf dem Mobiltelefon drei Sekunden vor einer weißen Fläche sitzt, ruft an keiner Stelle an — er zählt höchstens noch in der Absprungrate.
Für den Umbau heißt das eine überschaubare Liste: Bilder in zeitgemäßen Formaten und in der Größe, in der sie angezeigt werden. Feste Höhen und Breiten, damit nichts verrutscht. Schriften mitliefern statt von einem fremden Server holen. Und alles, was nicht sofort gebraucht wird, später laden. Was davon in Ihrem Fall überhaupt greift, zeigt eine Messung — deshalb steht sie bei uns vor der Arbeit, nicht danach. Den Zusammenhang mit dem, was Besucher anschließend tun, beschreibt der Eintrag zur Conversion.
Zum Nachrechnen
Als gut gelten 2,5 Sekunden für den LCP, 200 Millisekunden für den INP und 0,1 für den CLS — gemessen am 75. Perzentil echter Besuche über 28 Tage.
Die drei Schwellenwerte sind öffentlich dokumentiert und für jede Website gleich. Das 75. Perzentil bedeutet: Drei von vier Aufrufen müssen die Marke halten, ein schneller Durchschnitt genügt nicht. Der INP hat im März 2024 den älteren Wert FID abgelöst, weil dieser nur die erste Eingabe betrachtete. Wichtig für die Einordnung: Diese Werte stammen von echten Geräten, nicht aus einem Testlauf im Büro — Testwerkzeuge liefern Hinweise, keine Bewertung.
Quelle: Google, Web Vitals (web.dev) und Google Search Central, Dokumentation zu den Core Web Vitals. Öffentlich dokumentierte Schwellenwerte, Stand September 2026.
Häufige Fragen dazu
Wie stark beeinflussen die Core Web Vitals mein Ranking?
Sie sind ein Faktor unter vielen und wirken vor allem dort, wo sich Seiten inhaltlich kaum unterscheiden. Ein passender Inhalt auf einer langsamen Seite schlägt weiterhin einen unpassenden auf einer schnellen. Der sichere Gewinn liegt bei den Besuchern, die sonst abspringen.
Mein Testwerkzeug zeigt jedes Mal einen anderen Wert — woran liegt das?
Daran, dass solche Werkzeuge einen einzelnen simulierten Abruf hochrechnen. Zwischen zwei Läufen derselben unveränderten Seite liegen regelmäßig mehrere Punkte. Deshalb messen wir mehrfach und nennen die Spanne mit; eine einzelne Zahl ohne Datum und ohne Spanne ist keine Aussage.
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Wir erklären jeden Begriff in Ruhe und ohne Fachchinesisch — und sagen ehrlich, was für Sie sinnvoll ist und was nicht.