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Klickrate

Anteil der Anzeigen, die zu einem Klick führen

Wie oft Ihr Eintrag angeklickt wird, gemessen daran, wie oft er überhaupt jemandem gezeigt wurde.

  1. Ihr Eintrag wird jemandem angezeigt
  2. Titel und Beschreibung werden gelesen
  3. Ein Teil klickt, der Rest nicht
  4. Klicks geteilt durch Anzeigen

Was bedeutet Klickrate?

Die Klickrate ist eine einfache Division. Ihr Eintrag wurde hundertmal in den Suchergebnissen angezeigt und fünfmal angeklickt: Das sind fünf Prozent. Im Englischen heißt sie Click-Through-Rate, abgekürzt CTR — dieselbe Zahl, nur anders benannt. Mehr steckt in der Rechnung nicht.

Verwirrend wird es, weil derselbe Begriff an verschiedenen Stellen etwas anderes zählt. In der Google Search Console bezieht er sich auf unbezahlte Suchergebnisse, in Google Ads auf geschaltete Anzeigen, in einem Newsletter auf versendete E-Mails. Die Zahlen liegen typischerweise weit auseinander und lassen sich nicht vergleichen. Wer eine Klickrate nennt, muss dazusagen, worauf sie sich bezieht.

Nützlich ist sie, weil sie zwei völlig verschiedene Probleme trennt, die sich gleich anfühlen. »Ich bekomme keine Anfragen« kann bedeuten: Niemand sieht mich — dann sind die Anzeigen niedrig. Oder: Alle sehen mich und gehen weiter — dann sind die Anzeigen hoch und die Klickrate niedrig. Das eine ist eine Sichtbarkeitsfrage, das andere eine Frage von Titel, Beschreibung und Erwartung. Ohne diese Trennung repariert man regelmäßig das Falsche.

Was die Klickrate beeinflusst, ist zuerst die Position. Weiter oben wird deutlich häufiger geklickt als weiter unten, und das überlagert fast alles andere. Danach kommen Titel und Beschreibung des Eintrags: Steht dort, was der Suchende sucht, oder eine allgemeine Formulierung, die zu hundert anderen auch passt. Und schließlich die Absicht hinter der Suche — wer eine Definition wollte und eine Verkaufsseite sieht, klickt nicht.

Ein Punkt kommt hinzu, der noch jung ist: Was sonst auf der Ergebnisseite steht, entscheidet mit. Über den unbezahlten Treffern können Anzeigen stehen, ein Kartenausschnitt, ein Kasten mit Hotels — oder eine KI-Antwort, die die Frage bereits beantwortet. Dieselbe Position kann dadurch von Monat zu Monat unterschiedlich viele Klicks tragen, ohne dass sich an Ihrer Seite etwas geändert hat.

Deshalb sagt eine einzelne Klickrate für sich genommen wenig. Zehn Prozent auf einem Begriff, den niemand sucht, sind weniger wert als zwei Prozent auf einem, der tausendmal im Monat gesucht wird. Sinnvoll ist immer der Blick auf vier Zahlen nebeneinander: Anzeigen, Klicks, Klickrate und durchschnittliche Position. Erst zusammen ergeben sie ein Bild.

Ein Beispiel aus unserer eigenen Arbeit, damit die Größenordnung greifbar wird: Bei der Website eines Hotelkunden standen 594 Google-Klicks bei einer Klickrate von 14,6 Prozent und einer durchschnittlichen Position von 6,6. Das ist eine hohe Klickrate für eine Position, die im Schnitt nicht oben steht — und die Erklärung liegt in den Suchbegriffen: Gesucht wurde das Haus mit Namen. Wer weiß, was er will, klickt auch auf Platz sieben.

Für Sie heißt das: Die Klickrate ist ein Diagnosewerkzeug, kein Ziel. Sie zeigt, ob an Ihrer Sichtbarkeit oder an Ihrer Darstellung gearbeitet werden muss. Eine bestimmte Klickrate zuzusagen wäre unseriös, weil sie von der Position, dem Wettbewerb und dem Aufbau der Ergebnisseite abhängt — alles Dinge, die sich ohne unser Zutun ändern.

Zum Nachrechnen

Bei einer unserer Kundenseiten führten 594 Google-Klicks zu einer Klickrate von 14,6 Prozent — bei einer durchschnittlichen Position von 6,6.

Bemerkenswert ist die Kombination. Position 6,6 heißt im Schnitt erste Seite, aber nicht oben; trotzdem klickte etwa jeder Siebte, dem der Eintrag gezeigt wurde. Die Erklärung liegt in der Art der Suchanfragen: Gesucht wurde das Haus mit Namen, nicht eine Kategorie. Übertragbar ist die Zahl deshalb nicht — bei allgemeinen Kategoriesuchen liegen die Werte auf denselben Positionen deutlich darunter.

Quelle: Google Search Console, Kundenseite Landhaus Schend, abgerufen am 13. September 2026. Unsere eigene Messung, offengelegt — keine amtliche Statistik.

Häufige Fragen dazu

Was ist eine gute Klickrate?

Es gibt keinen Wert, der ohne Zusammenhang etwas aussagt. Eine Klickrate hängt an der Position, an der Art der Suchanfrage und daran, was sonst auf der Ergebnisseite steht. Sinnvoll ist der Vergleich mit Ihrem eigenen Vormonat, nicht mit einem fremden Richtwert.

Ist eine niedrige Klickrate immer schlecht?

Nein. Wenn Ihre Seite für Suchanfragen erscheint, die gar nicht zu Ihrem Angebot passen, ist eine niedrige Klickrate dort sogar folgerichtig. Kritisch wird es erst bei Suchanfragen, für die Sie erscheinen wollen und bei denen Sie gut stehen.

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