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Ratgeber

Was kostet Google Ads?

Die kurze Antwort: Es gibt keinen Preis, es gibt eine Rechnung. Was Sie zahlen, setzt sich aus zwei völlig verschiedenen Posten zusammen — dem Geld, das an Google geht, und dem Geld, das jemand für die Betreuung bekommt. Diese Seite zeigt beide, den Rechenweg zu Ihrem eigenen Budget, und die Stellen, an denen typischerweise Geld verloren geht.

Stand: August 2026 · Alle Angaben zu Googles Funktionsweise sind unten mit Quelle belegt.

Warum hier keine Tabelle mit Klickpreisen steht

Auf fast jeder Seite zu diesem Thema finden Sie eine Tabelle: Handwerk 1,20 €, Rechtsanwälte 8 €, Versicherungen 14 €. Wir haben versucht, diese Zahlen für den deutschen Markt zu belegen — und es nicht geschafft. Die belastbarste öffentliche Erhebung stammt aus dem US-Markt, ist in Dollar ausgewiesen und beruht auf US-Kampagnen; sie auf einen deutschen Handwerksbetrieb zu übertragen wäre geraten. Alle deutschen Zahlen, die wir gefunden haben, stammen aus Anbieter-Blogs ohne Angabe von Stichprobe, Zeitraum oder Methode — einer dieser Anbieter schreibt sogar selbst dazu, es handle sich um eigene Praxisdaten und nicht um eine repräsentative Erhebung. Eine abgeschriebene Zahl sieht auf einer Website gut aus und ist als Entscheidungsgrundlage wertlos. Was stattdessen hilft: der Rechenweg weiter unten und eine Abfrage im Google-Keyword-Planer für Ihre tatsächlichen Suchbegriffe — die dauert zwanzig Minuten und liefert echte Werte für Ihre Region statt eines Durchschnitts über alle Branchen.

Zwei Posten, die oft in einen Topf geworfen werden

Wer nach dem Preis fragt, meint meist beides zusammen. Getrennt betrachtet wird die Sache klarer — und vergleichbar.

1. Das Werbebudget — geht an Google

Sie zahlen pro Klick, nicht für die Einblendung. Was ein Klick kostet, entscheidet eine Auktion: Wie viele Anbieter wollen zur selben Suchanfrage erscheinen, und wie gut passt Ihre Anzeige zur Suche? Deshalb gibt es keinen festen Preis — derselbe Suchbegriff kostet in München anderes als im Landkreis, und montags anderes als sonntags. Dieses Geld fließt vollständig an Google und taucht auf Ihrer Rechnung von Google Ireland auf, nicht auf unserer.

2. Die Betreuung — geht an den Dienstleister

Einrichtung, laufende Anpassung, Auswertung. Üblich sind drei Modelle: ein Anteil am Werbebudget (das schafft einen Fehlanreiz — je mehr Sie ausgeben, desto mehr verdient die Agentur), eine feste Monatspauschale, oder Abrechnung nach Aufwand. Wir arbeiten mit festen Beträgen, damit unser Interesse nicht an Ihrem Budget hängt. Was wir dafür tun und was nicht, steht auf der Preisseite.

Ein Angebot, das beides in eine Zahl packt, ist nicht vergleichbar. Fragen Sie im Zweifel: Wie viel davon geht an Google, wie viel an Sie?

Gibt es ein Mindestbudget?

Von Google: nein. Sie können mit fünf Euro am Tag starten, und niemand hindert Sie daran. Die verbreiteten „mindestens 10–20 € täglich“ sind eine Faustregel aus Agenturtexten, keine Vorgabe. Sinnvoll wird die Frage erst anders herum: Ab welchem Budget lassen sich die Ergebnisse überhaupt beurteilen? Dafür gibt es eine belegte Größe — Google empfiehlt für die Auswertung der automatischen Gebotsstrategie „Ziel-CPA“, die Leistung über 30 Tage mit mindestens 30 erfassten Conversions zu betrachten; bei „Ziel-ROAS“ sind es 50. Wichtig ist die Einordnung: Das ist keine Einschaltschwelle. Die Automatik läuft auch mit weniger. Aber unterhalb dieser Größenordnung sind Ihre Zahlen zu dünn, um daraus verlässlich Schlüsse zu ziehen — dann optimieren Sie Rauschen.

So rechnen Sie Ihr Budget selbst aus

Drei Größen, zwei davon können Sie selbst ermitteln. Das Ergebnis ist eine Größenordnung, keine Garantie — aber eine, die auf Ihren Zahlen beruht statt auf einem fremden Durchschnitt.

  1. Schritt 1 — Was ist Ihnen eine Anfrage wert?

    Nicht was ein Klick kostet, sondern was ein Auftrag bringt. Nehmen Sie Ihren durchschnittlichen Auftragswert und den Anteil der Anfragen, aus denen ein Auftrag wird. Wenn von zehn Anfragen drei zu einem Auftrag über 2.000 € führen, ist eine Anfrage rechnerisch 600 € Umsatz wert. Davon dürfen Sie einen Teil in die Gewinnung stecken — wie viel, entscheidet Ihre Marge.

  2. Schritt 2 — Was kostet ein Klick bei Ihnen wirklich?

    Nicht raten, sondern nachsehen: Der Google-Keyword-Planer zeigt für Ihre konkreten Suchbegriffe und Ihre Region eine Spanne an. Das ist kostenlos und dauert eine halbe Stunde. Notieren Sie das Datum der Abfrage — die Werte ändern sich.

  3. Schritt 3 — Wie viele Klicks werden zur Anfrage?

    Diese Zahl kennen Sie erst nach den ersten Wochen. Vorher hilft eine vorsichtige Annahme, und zwar bewusst pessimistisch: Wenn Sie mit einer schlechten Quote rechnen und es wird besser, ist das ein guter Tag. Rechnen Sie mit der optimistischen Zahl, fehlt Ihnen im dritten Monat das Budget.

  4. Und dann?

    Klickpreis × Klicks pro Anfrage = Ihre Kosten pro Anfrage. Gegen den Wert aus Schritt 1 gehalten sehen Sie, ob sich die Sache trägt. Kommt dabei heraus, dass eine Anfrage mehr kostet als sie einbringt, ist die Antwort nicht „mehr Budget“, sondern: Google Ads ist für diesen Fall das falsche Werkzeug. Das sagen wir Ihnen dann auch.

Wie Google Ihr Budget tatsächlich ausgibt

Zwei Details, die regelmäßig für Überraschungen auf der Rechnung sorgen — beide stehen so in Googles Hilfe.

Der Tagesbetrag ist ein Durchschnitt, keine Obergrenze

Was Sie einstellen, ist ein durchschnittliches Tagesbudget. An einzelnen Tagen kann Google bis zum Doppelten ausgeben, wenn die Nachfrage hoch ist — ausgeglichen wird über den Monat. Wer 20 € einstellt und an einem starken Dienstag 38 € auf der Abrechnung sieht, hat keinen Fehler gemacht.

Das Monatslimit ist Tagesbudget × 30,4

Google rechnet mit 30,4 Tagen je Monat, um unterschiedlich lange Monate auszugleichen. Bei 20 € am Tag liegt die Obergrenze also bei rund 608 € im Monat — nicht bei 600 €. Der Unterschied ist klein, aber er erklärt, warum die Rechnung selten glatt aufgeht.

Suchnetzwerk-Partner sind voreingestellt aktiv

Bei einer neuen Suchkampagne sind Googles Suchnetzwerk-Partner standardmäßig eingeschlossen — Ihre Anzeigen erscheinen also auch außerhalb der Google-Suche. Das kann sinnvoll sein oder Budget kosten, je nach Fall. Prüfen Sie es bewusst, statt es geschehen zu lassen; abschalten lässt es sich jederzeit in den Kampagneneinstellungen.

Wo bei Google Ads am häufigsten Geld verloren geht

Wir nennen hier bewusst keine Prozentzahlen — belastbare Erhebungen dazu haben wir nicht gefunden. Der Mechanismus ist trotzdem in jedem Fall derselbe.

Kein Conversion-Tracking

Ohne Messung, welche Klicks zu Anfragen führen, ist jede Optimierung Meinung. Und die automatischen Gebotsstrategien brauchen genau diese Rückmeldung, um zu funktionieren — ohne sie steuern sie ins Leere. Das ist der erste Punkt, den wir prüfen, und der häufigste Fund.

Weitgehend passende Keywords ohne Ausschlussliste

Die weite Übereinstimmung schaltet Ihre Anzeige auch bei entfernt verwandten Suchen. Ein Sanitärbetrieb erscheint dann bei „Waschbecken kaufen“, obwohl er nichts verkauft. Jeder dieser Klicks kostet. Eine gepflegte Liste ausgeschlossener Begriffe ist unspektakuläre Arbeit und einer der wirksamsten Hebel.

Anzeige und Zielseite passen nicht zusammen

Wer auf eine Anzeige für Badsanierung klickt und auf der Startseite landet, sucht sich das Thema selbst — oder geht zurück. Der Klick ist bezahlt, die Anfrage ausgeblieben. Zielseite und Anzeige müssen dieselbe Frage beantworten.

Zu früh zu viel verändern

In den ersten Wochen schwanken die Zahlen stark. Wer täglich Gebote anpasst, verhindert, dass sich überhaupt eine Datengrundlage bildet. Ändern Sie eine Sache und warten Sie ab — sonst wissen Sie hinterher nicht, welche gewirkt hat.

Anzeigen laufen lassen, ohne hinzusehen

Der teuerste Fehler ist der stille: Eine Kampagne läuft seit acht Monaten, das Budget geht jeden Monat ab, und niemand hat die Suchbegriffe angesehen, über die tatsächlich geklickt wird. Ein monatlicher Blick reicht — aber er muss stattfinden.

Google Ads oder SEO — was ist sinnvoller?

Die Frage wird oft mit Prozentzahlen beantwortet („x % klicken auf Anzeigen“). Wir lassen das weg: Die kursierenden Werte widersprechen sich fundamental, die eine Quelle ist über zehn Jahre alt, die andere misst US-Produktsuchen nach Kopfhörern und Jeans — für einen deutschen Handwerksbetrieb sagt beides nichts. Der strukturelle Unterschied ist die nützlichere Antwort: Anzeigen sind sofort sichtbar, kosten pro Klick und hören in dem Moment auf zu wirken, in dem Sie das Budget abschalten. Suchmaschinen-Optimierung braucht Monate, bringt danach aber Klicks ohne Kosten je Klick — und bleibt, solange die Inhalte gepflegt werden. Daraus folgt in der Praxis: Anzeigen taugen, um schnell zu testen, ob eine Nachfrage überhaupt da ist, um Auftragslücken zu überbrücken und um zeitlich begrenzte Angebote zu bewerben. Für dauerhafte Sichtbarkeit ist es das teurere Werkzeug. Wer beides kann, nutzt Anzeigen für das Kurzfristige und baut parallel das auf, was ohne laufendes Budget trägt.

Wann wir von Google Ads abraten

  • Wenn die Zielseite nicht überzeugt. Anzeigen bringen Besucher, keine Aufträge — den Rest muss die Seite leisten. Budget in Werbung zu stecken, während die Seite Besucher verliert, ist teuer bezahlter Beweis für ein anderes Problem.
  • Wenn niemand nach Ihrer Leistung sucht. Bei etwas völlig Neuem gibt es keine Suchanfragen, auf die man bieten könnte. Dann sind andere Wege sinnvoller.
  • Wenn der Auftragswert die Klickkosten nicht trägt. Bei kleinen Beträgen und langen Wegen zum Abschluss rechnet sich die Sache oft nicht — dann sagen wir das vor dem Angebot, nicht nach drei Monaten.
  • Wenn niemand hinsieht. Eine Kampagne ohne monatliche Kontrolle verbrennt zuverlässig Geld. Wenn weder Sie noch wir das leisten können, ist es besser, gar nicht anzufangen.

Was es bei uns kostet

Wir rechnen die Betreuung nicht als Anteil Ihres Werbebudgets ab — dieses Modell belohnt den Dienstleister dafür, dass Sie mehr ausgeben. Stattdessen feste Beträge, die Sie vorher kennen. Das Werbebudget selbst zahlen Sie direkt an Google; es läuft nicht über uns, und wir schlagen nichts darauf. Welche Pakete es gibt und was jeweils enthalten ist, steht vollständig auf der Preisseite.

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Häufige Fragen zu Google-Ads-Kosten

Was kostet ein Klick bei Google Ads?

Das lässt sich seriös nur für Ihre konkreten Suchbegriffe und Ihre Region beantworten — der Preis entsteht in einer Auktion und schwankt nach Wettbewerb, Ort und Zeitpunkt. Für Deutschland gibt es keine methodisch belastbare Branchenerhebung; die Zahlen, die dazu kursieren, stammen aus Anbieter-Blogs ohne Angabe von Stichprobe und Zeitraum. Verlässlicher ist eine kostenlose Abfrage im Google-Keyword-Planer für Ihre Begriffe.

Wie viel Budget brauche ich mindestens?

Google schreibt kein Mindestbudget vor. Die sinnvolle Frage ist, ab wann sich die Ergebnisse beurteilen lassen: Für die Auswertung der Gebotsstrategie „Ziel-CPA“ empfiehlt Google mindestens 30 Conversions in 30 Tagen. Das ist keine Einschaltschwelle — es läuft auch mit weniger. Aber darunter sind Ihre Zahlen zu dünn für belastbare Schlüsse.

Warum wurde an einem Tag mehr abgebucht als mein Tagesbudget?

Weil es ein durchschnittliches Tagesbudget ist. Google kann an einzelnen Tagen bis zum Doppelten ausgeben und gleicht das über den Monat aus. Die Obergrenze im Monat ist Ihr Tagesbudget mal 30,4 — bei 20 € am Tag also rund 608 €.

Zahle ich das Werbebudget an Sie oder an Google?

An Google. Das Werbebudget läuft direkt über Ihr eigenes Google-Ads-Konto und erscheint auf einer Rechnung von Google Ireland; wir schlagen nichts darauf und verdienen nichts daran. Von uns bekommen Sie nur die Rechnung für die Betreuung.

Wie schnell wirken Google Ads?

Die Anzeigen laufen innerhalb weniger Stunden nach Freigabe — das ist der eigentliche Vorteil gegenüber Suchmaschinen-Optimierung. Bis die Kampagne wirtschaftlich läuft, vergehen aber meist einige Wochen: Erst mit echten Daten lässt sich erkennen, welche Suchbegriffe Aufträge bringen und welche nur Klicks kosten.

Was passiert, wenn ich die Anzeigen abschalte?

Dann sind Sie am selben Tag nicht mehr sichtbar. Das ist der entscheidende Unterschied zur Suchmaschinen-Optimierung: Anzeigen mieten Sichtbarkeit, Optimierung baut sie auf. Deshalb ist es riskant, dauerhaft ausschließlich auf Anzeigen zu setzen.

Lohnt sich Google Ads für einen kleinen Betrieb?

Manchmal ja, manchmal nicht — und das hängt weniger an der Betriebsgröße als am Auftragswert. Wer mit einem gewonnenen Auftrag mehrere hundert Euro Deckungsbeitrag erzielt, kann auch bei teuren Klicks rechnen. Bei kleinen Beträgen und vielen nötigen Anfragen je Abschluss geht die Rechnung oft nicht auf. Wir rechnen das vorher mit Ihnen durch.

Können Sie mir Platz 1 bei Google garantieren?

Nein, und niemand kann das. Bei Anzeigen entscheidet eine Auktion aus Gebot und Anzeigenqualität, bei organischen Treffern Googles Bewertung. Wer eine Platzierung zusichert, verkauft etwas, worüber er nicht verfügt.

Quellen

Alle Angaben zur Funktionsweise von Google Ads auf dieser Seite stammen aus der offiziellen Google-Ads-Hilfe (Stand August 2026): die Angaben zum durchschnittlichen Tagesbudget und zum Monatslimit von 30,4 Tagen, die Empfehlung von mindestens 30 Conversions in 30 Tagen zur Auswertung der Gebotsstrategie „Ziel-CPA“ (50 bei „Ziel-ROAS“) sowie die Voreinstellung, dass Suchnetzwerk-Partner bei neuen Suchkampagnen eingeschlossen sind. Bewusst nicht übernommen haben wir Klickpreis-Tabellen: Die einzige Erhebung mit offengelegter Methodik beruht auf US-Kampagnen und ist in US-Dollar ausgewiesen; deutsche Werte ließen sich nicht belastbar belegen.

Rechnen wir das für Ihren Fall durch?

Im Erstgespräch gehen wir die drei Schritte oben mit Ihren Zahlen durch. Wenn dabei herauskommt, dass sich Anzeigen für Sie nicht lohnen, sagen wir das — dann haben Sie eine halbe Stunde investiert und sich ein Budget gespart.

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