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Welche Fotos braucht meine Website?

Weniger als gedacht, aber echte. Ein einziges gutes Foto vom Team schlägt zwanzig Bilder aus einer Datenbank — weil Symbolbilder auf jeder zweiten Seite derselben Branche stehen und deshalb nichts über Sie aussagen. Diese Seite zeigt, welche Aufnahmen Sie wirklich brauchen, was Sie mit dem Handy selbst machen können und wo die rechtlichen Fallen liegen.

Zuletzt geprüft am 12. August 2026 · Conexa Digital

Die Aufnahmen, die tatsächlich gebraucht werden

Für einen kleinen Betrieb reichen erfahrungsgemäß acht bis fünfzehn Bilder. Diese sechs Motive decken den größten Teil ab.

  • Das Team oder die Inhaberin — ein Bild, auf dem Menschen erkennbar sind. Die meistbetrachtete Aufnahme auf fast jeder Unternehmensseite.
  • Die Arbeit im Tun: die Werkstatt, die Baustelle, der Schreibtisch. Zeigt, was Sie machen, ohne dass man es lesen muss.
  • Ergebnisse: fertige Arbeiten, Vorher-Nachher, das Produkt. Bei Handwerk und Bau der stärkste Vertrauensbeleg überhaupt.
  • Das Gebäude von außen, wenn Kunden zu Ihnen kommen. Wer den Eingang schon einmal gesehen hat, findet ihn leichter.
  • Der Innenraum, wenn empfangen wird: Praxis, Laden, Besprechungsraum. Nimmt die Unsicherheit, was einen erwartet.
  • Ein Bild für die Vorschau in sozialen Netzwerken und Suchergebnissen — quer, ohne wichtige Details am Rand, weil dort beschnitten wird.

Was Sie selbst fotografieren können

Ein aktuelles Handy reicht für vieles. Vier Regeln machen den Unterschied zwischen brauchbar und unbrauchbar.

Tageslicht, aber keine pralle Sonne

Bedeckter Himmel ist die beste Beleuchtung, die es umsonst gibt — er wirft keine harten Schatten. In Innenräumen ans Fenster stellen und das Deckenlicht ausschalten; Mischlicht aus Fenster und Lampe erzeugt unangenehme Farbstiche, die sich später schlecht korrigieren lassen.

Quer aufnehmen, mit Luft am Rand

Websites sind breiter als hoch. Ein Hochformat muss beschnitten werden, und dabei geht meist das Wichtige verloren. Lassen Sie ringsum Platz — beschneiden kann man später, dazufügen nicht.

Aufräumen vor dem Auslösen

Der häufigste Grund, warum ein Foto unprofessionell wirkt, ist nicht die Kamera, sondern der Hintergrund: Kabel, Kaffeetassen, volle Regale. Zwei Minuten aufräumen wirken stärker als jede Nachbearbeitung.

Mehr aufnehmen als nötig

Von jedem Motiv zehn Bilder statt eines. Die Trefferquote ist bei Menschen niedrig — Augen zu, ungünstiger Moment. Aussortieren kostet Minuten, ein zweiter Termin kostet einen halben Tag.

Die rechtlichen Fallen

Drei Punkte, die regelmäßig übersehen werden. Alle drei sind vermeidbar, wenn man vorher daran denkt.

Personen brauchen eine Einwilligung

Wer erkennbar abgebildet ist, muss zustimmen — auch Mitarbeitende. Am besten schriftlich, mit dem Hinweis, dass die Einwilligung widerrufen werden kann. Denken Sie an den Fall, dass jemand den Betrieb verlässt: Das Foto muss dann herunter, wenn die Person es verlangt.

Bilder aus Datenbanken sind lizenziert, nicht gekauft

Sie erwerben ein Nutzungsrecht für bestimmte Zwecke, nicht das Bild. Prüfen Sie, ob die Lizenz Webnutzung und Bearbeitung abdeckt, ob eine Urhebernennung nötig ist — und ob sie auf Sie läuft oder auf Ihre Agentur. Beim Anbieterwechsel wandert sie nicht automatisch mit.

Fremde Gebäude und Werke

Was von öffentlichem Grund aus dauerhaft sichtbar ist, darf in der Regel fotografiert werden. Aufnahmen aus Privatgrundstücken, von Drohnen oder von geschützten Werken in Innenräumen sind heikler. Im Zweifel: eigenes Motiv wählen, das ist billiger als die Klärung.

Zum Nachrechnen

92,4 %

der Internetnutzer in Deutschland gehen per Smartphone online. Für Fotos heißt das: Sie werden meist klein und auf einem hochkant gehaltenen Gerät betrachtet. Motive mit vielen kleinen Details wirken dort nicht — ein klares Hauptmotiv schon.

Quelle: Eurostat, Tabelle isoc_ci_dev_i, Datenstand 17. April 2026. Basis: Internetnutzer der letzten drei Monate.

2,5 Sekunden

ist Googles Grenzwert für eine gute Ladezeit. Unkomprimierte Fotos direkt aus der Kamera sind der häufigste Grund, warum eine Seite ihn reißt — ein einzelnes Bild kann mehrere Megabyte wiegen und allein länger laden als die ganze übrige Seite.

Quelle: Google, web.dev/articles/vitals (Core Web Vitals, laufend gepflegt). Weitere Schwellen: INP ≤ 200 ms, CLS ≤ 0,1.

Wovon wir abraten

  • Von Symbolbildern mit lachenden Menschen im Großraumbüro. Sie stehen auf hunderten Seiten gleichzeitig und sagen über Sie nichts aus — viele Betrachter erkennen sie inzwischen.
  • Von KI-erzeugten Bildern überall dort, wo echte Menschen oder echte Arbeiten gezeigt werden sollen. Erfundene Gesichter täuschen Vertrauen vor, das es nicht gibt.
  • Von einem teuren Fototermin, bevor klar ist, was die Seite zeigen soll. Erst die Struktur, dann die Bilder — sonst fotografieren Sie Motive, die nirgends passen.
  • Von Fotos, auf denen Kundendaten, Kennzeichen oder Unterlagen lesbar sind. Das passiert bei Werkstatt- und Büroaufnahmen häufiger als gedacht.

Häufige Fragen

Muss ich einen Fotografen beauftragen?

Nicht zwingend. Für Werkstatt, Arbeit und Ergebnisse reichen gute Handyfotos meist aus. Wo es sich lohnt, ist das Teamfoto: Menschen zu fotografieren ist schwerer, als es aussieht, und dieses eine Bild wird am häufigsten angesehen. Ein halber Tag dafür ist gut investiert.

Wie groß müssen die Bilddateien sein?

Fürs Web deutlich kleiner, als die Kamera liefert. Als Orientierung: 2.000 Pixel Breite reichen für fast alles, und die Datei sollte danach im Bereich einiger hundert Kilobyte liegen, nicht mehrerer Megabyte. Das Verkleinern und Umwandeln übernimmt bei einer gut gebauten Seite das System automatisch — fragen Sie danach.

Was ist mit Bildern, die ich schon habe?

Sammeln Sie alles und sortieren Sie später. Wichtig sind zwei Fragen: Haben Sie die Rechte daran, und ist es aktuell? Ein Foto mit Mitarbeitern, die seit Jahren nicht mehr da sind, oder mit einem alten Firmenlogo schadet mehr, als dass es hilft.

Brauche ich Bildbeschreibungen?

Ja, aus zwei Gründen. Menschen mit Sehbeeinträchtigung bekommen den Text vorgelesen — bei Barrierefreiheit ist das Pflicht. Und Suchmaschinen lesen ihn, weil sie das Bild selbst nur begrenzt deuten können. Beschreiben Sie, was zu sehen ist, in einem Satz: nicht »Bild1«, sondern »Zwei Monteure installieren eine Wärmepumpe im Außenbereich«.

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