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Was kostet die Pflege einer Website?

Die Frage wird meist erst gestellt, wenn die Seite schon steht — und dann überrascht die Antwort. Pflege ist nicht ein Posten, sondern drei: technischer Betrieb, inhaltliche Aktualisierung und Weiterentwicklung. Sie kosten unterschiedlich viel, und nur der erste ist unvermeidbar. Diese Seite trennt sie und nennt Größenordnungen.

Zuletzt geprüft am 12. August 2026 · Conexa Digital

Drei Posten, die oft in einen Topf geworfen werden

Wer nach dem Preis für »Wartung« fragt, meint meist alle drei. Getrennt betrachtet wird die Sache vergleichbar — und meist günstiger.

1. Technischer Betrieb (unvermeidbar)

Hosting, Verschlüsselung, Sicherungskopien, Sicherheitsupdates, Erreichbarkeitsüberwachung. Das läuft im Hintergrund und muss laufen, sonst steht die Seite irgendwann still oder wird zum Sicherheitsrisiko. Bei einer normalen Unternehmensseite bewegt sich das im niedrigen zweistelligen Bereich pro Monat — bei uns ab 35 € netto.

2. Inhaltspflege (nach Bedarf)

Texte ändern, Bilder tauschen, Stellenanzeigen einstellen, Preise aktualisieren. Das fällt an, wenn sich etwas ändert — bei manchen Betrieben monatlich, bei anderen einmal im Jahr. Entweder Sie machen es selbst, oder es wird nach Aufwand oder als festes Kontingent abgerechnet.

3. Weiterentwicklung (optional)

Neue Seiten, neue Funktionen, Verbesserung der Auffindbarkeit. Das ist kein Erhalt, sondern Ausbau — und der einzige der drei Posten, der Anfragen bringen soll statt nur den Zustand zu sichern. Hier lohnt es sich, genau hinzusehen, was ein Monatspaket dafür tatsächlich enthält.

Ein Angebot, das alle drei in eine Zahl packt, ist nicht vergleichbar. Fragen Sie im Zweifel: Wie viel davon ist Betrieb, wie viel Arbeitszeit — und wie viele Stunden oder Änderungen sind darin enthalten?

Woran Sie ein unfaires Pflegeangebot erkennen

Fünf Muster, die in dieser Branche häufig vorkommen. Keines davon ist illegal — aber alle kosten Sie Geld ohne Gegenwert.

  • Eine Monatspauschale ohne jede Mengenangabe. »Laufende Betreuung inklusive« kann zwei Stunden im Jahr bedeuten oder zwanzig. Ohne Zahl ist es keine Zusage.
  • Hosting zu einem Vielfachen des Marktpreises, ohne dass eine Leistung dahintersteht. Fragen Sie, was außer dem Serverplatz enthalten ist.
  • Nicht genutzte Kontingente, die verfallen — kombiniert mit einer langen Mindestlaufzeit. Das ist üblich, gehört aber ausdrücklich in den Vertrag.
  • Änderungen, die trotz Pflegevertrag jedes Mal extra berechnet werden. Klären Sie vorher, was als »Änderung« und was als »Neuleistung« gilt.
  • Keine Zugangsdaten für Sie. Wer die Zugänge nicht bekommt, kann den Anbieter faktisch nicht wechseln — unabhängig von der Kündigungsfrist.

Zum Nachrechnen

10,9 %

der deutschen Unternehmen werten die Daten ihrer eigenen Website aus. Das ist deshalb relevant für die Pflegefrage: Wer nicht misst, kann nicht beurteilen, ob die laufenden Kosten etwas bewirken — und zahlt im Zweifel jahrelang für einen Zustand, statt für eine Verbesserung.

Quelle: Eurostat/Destatis, IKT-Erhebung in Unternehmen (isoc_eb_das), Datenstand 27. Februar 2026. Unternehmen ab 10 Beschäftigten.

Wann Sie keinen Pflegevertrag brauchen

  • Wenn die Seite eine reine Visitenkarte ist, die sich nie ändert. Dann reicht der technische Betrieb — für Inhaltspflege gibt es nichts zu tun.
  • Wenn Sie die Inhalte selbst pflegen wollen und ein System haben, mit dem das geht. Dann zahlen Sie für etwas, das Sie ohnehin selbst erledigen.
  • Wenn das Paket vor allem Weiterentwicklung enthält, Sie aber gerade keine brauchen. Ausbau lohnt sich, wenn ein Ziel dahintersteht — nicht als Dauerabo ohne Zweck.

Häufige Fragen

Was passiert, wenn ich gar nichts pflege?

Bei einer individuell gebauten, statischen Seite: erstmal wenig, sie läuft weiter. Bei einem System mit Erweiterungen (etwa WordPress) wächst das Sicherheitsrisiko mit jedem Monat ohne Updates. Und in beiden Fällen veraltet der Inhalt: Öffnungszeiten, Preise, Ansprechpartner. Das merkt niemand sofort — es kostet nur langsam Vertrauen.

Ist Hosting für 35 € nicht teuer? Es gibt Angebote ab 3 €.

Beides stimmt. Für 3 € bekommen Sie Serverplatz, sonst nichts — Sie sind für Updates, Sicherungen und Erreichbarkeit selbst zuständig. Der Unterschied ist nicht der Speicherplatz, sondern wer zuständig ist, wenn etwas nicht funktioniert. Wenn Sie das selbst können und wollen, ist das günstige Angebot das richtige.

Kann ich die Pflege später von jemand anderem machen lassen?

Bei verbreiteten Systemen fast immer. Bei individuell gebauten Seiten hängt es daran, ob Sie Quellcode und Dokumentation haben — fragen Sie das vor dem Bau, nicht erst beim Wechsel. Ein Anbieter, der diese Frage vorher klar beantwortet, ist der richtige.

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